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Die Gletschermühlen

Die Gletschermühlenpark Die Gletschermühlenpark.
Der Gletschermühlennaturpark ist aufgrund seiner Gesteinsformationen, der archäologischen Funde und der landschaftlichen Schönheit zum Schutzgebiet erklärt worden. Er erstreckt sich vom südlichen Talausgang des Bergells über das Gemeindegebiet von Chiavenna und Piuro. Seinen Namen "Marmitte dei Giganti" hat der Park von den runden Vertiefungen in den Felsen, die an große Töpfe erinnern, an die Kochtöpfe von Riesen. Über diese Riesenkochtöpfe, die sich auch entlang der Bergbäche finden schreibt Antonio Stoppani, es sind "von Wasserfällen ausgehöhlte Rundbecken". Die Gletschermühlen, wie die Terrassenstufen der Talprofile, die Seen und Moränenhügel im Voralpenraum sind durch die eiszeitliche Vergletscherung entstanden. Die hundert Meter hohe Eisschicht, die vor undenklicher Zeit mehrmals die Alpenkette überzog, wies Spalten auf. Hier stürzte das Schmelzwasser, das sich auf der Oberfläche bildete, in ungestümen Wasserfällen hinab, drehte Steine und Kies wie in einem Wirbel und höhlte dabei den felsigen Untergrund aus. Als die Gletscher sich zurückzogen, glichen die Täler, die sie geformt hatten einer Mondlandschaft mit abgerundeten Felswänden, in jahrhundertelanger Arbeit geschliffen und geglättet. Im Naturpark sind deutliche Beispiele von Gletscherschliffen, Erosionsrinnen sowie Findlinge aus der letzten Eiszeit zu sehen. Auf gut markierten Wegen, die alten Steigen und Saumpfaden folgen, zwischen typischer Felsenvegetation, wo man die Spuren menschlicher Arbeit kaum vermutet, entdeckt man alte Steinbrüche, wo Speckstein abgebaut wurde (einer trägt das Datum 1428) und prähistorische Felsritzungen. Häufig trifft man auf Stellen, von denen der Besucher wie von einem Balkon auf die Täler blickt, die sich in Chiavenna vereinigen und besonders reizvoll ist die Aussicht auf das Bergell. Auch im archäologisch-botanischen Park "Paradiso" in Chiavenna sind Beispiele von Gletscherschliffen vorhanden. Vom Höhepunkt der Burghügel Paradiso und Castellaccio, auf denen Reste antiker Befestigungsanlagen zu entdecken sind, schweift der Blick über das Städtchen und die Umgebung, von den Talmündungen bis zu den Terrassenstufen von Pianazzola, die leider vom Zickzack der modernen Straße unterbrochen sind.


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